Gelsenkirchen wandelt sich: Aus Zechengebäuden und Werkshallen sind Wirtschaftsgebäude und Veranstaltungsorte geworden. Die Kaue ist in Gelsenkirchen eine ausgezeichnete Adresse für Comedy, Disco und Musik. In alten Maschinenhallen werden regelmäßig Ausstellungen zu Architektur, Kultur und Arbeitswelt präsentiert. Mit rund 265.000 Einwohnern ist Gelsenkirchen die größte Stadt im Emscher-Lippe-Raum. Kaum eine andere Stadt ist so fußballverrückt wie Gelsenkirchen. Der Bundesligist FC Schalke 04 ist nicht nur ein Verein mit langer Tradition, sondern hat mit der hochmodernen Arena eine zukunftsweisende Spielstätte gebaut, die 2006 auch Austragungsort von Spielen der Fußballweltmeisterschaft war. Auf Schalke können bis zu 62.000 Zuschauer die Meisterschaftsspiele der Königsblauen, aber auch Rock- und Popkonzerte oder andere Großereignisse verfolgen. Vielfältig ist auch das Kultur- und Freizeitangebot: Im Musiktheater im Revier, einem viel beachteten Theaterbau der Nachkriegszeit, gibt es nicht nur Opernaufführungen. Das heimische Ballett Schindowski hat sich durch Kinder- und Jugendproduktionen überregional einen Namen gemacht. Aushängeschilder der Stadt im Bereich der bildenden Kunst sind das städtische Museum mit seiner umfangreichen Kinetik-Abteilung und die Künstlersiedlung Halfmannshof. Die wirtschaftlichen Säulen der Stadt sind heute Chemie, mittelständische Industrie und Handwerk, Dienstleistungen, Handel, Wissenschaft und Forschung. Außerdem forciert Gelsenkirchen als Solarstadt die Fertigung und Nutzung der Sonnenenergie.
Einkaufen und Ausgehen kann man in Gelsenkirchen gleich in zwei Zentren. Buer bietet nicht nur Straßencafés und gemütliche Kneipen, von hier ist es auch nicht mehr weit ins grüne Münsterland. Im Süden Gelsenkirchens liegt der industrielle Ursprung der Stadtgeschichte, denn dort entstanden die ersten Zechen und Industrieanlagen. Heute befindet sich hier der Hauptteil der kommunalen Verwaltung und das Stadtbild prägen eine Einkaufsstraße und der futuristisch gestaltete Wissenschaftspark. Die Verkehrsanbindung Gelsenkirchens ist sehr gut und per Straße oder Schiene erreicht man schnell die anderen Großstädte im Ruhrgebiet und im Rheinland.
© Der Präsident der Westfälischen Hochschule
Stand: Wintersemester 2010/2011